Samstag, 23.03.2019 21:44 Uhr

Goethes Sicht zu seiner Zeit

Verantwortlicher Autor: Joachim Emmerich Frankfurt Main, 14.12.2018, 16:43 Uhr
Presse-Ressort von: Joachim Emmerich Bericht 5777x gelesen

Frankfurt Main [ENA] Als „Frankfurter“ greift man gerne auf GOETHE zurück: Faust-Eine Tragödie " Nichts Bessers weiß ich mir an Sonn- und Feiertagen Als ein Gespräch von Krieg und Kriegsgeschrei, Wenn hinten, weit, in der Türkei,Die Völker aufeinander schlagen.Man steht am Fenster, trinkt sein Gläschen aus Und sieht den Fluß hinab die bunten Schiffe gleiten; Dann kehrt man abends froh nach Haus, Und segnet Fried und Friedenszeiten"

Ja, das war so die Sicht zur Zeit Goethes. Aber heute ist die Türkei doch bereits in der Haustüre. Und das Kriegsgeschrei aus Syrien und noch weiter weg... Es ist jeden Tag in unseren Ohren. Und immer noch so machen wir, als ob es uns nichts angeht. Wir machen so, als ob alles Elend dieser Welt nicht vorhersehbar gewesen wäre. Sicherlich kann man im Nachhinein immer „kulgscheixxxx“. Aber wenn man es doch erkennt, und nicht handelt ist das doch wirklich keine Heldentat. Die Welt von vor 100 oder 50 Jahren ist im Aufbruch.

Die Zeit der Kanonenbot-Politik ist heute so wenig brauchbar, wie die Folgen damals. Was ist denn aus den Kolonisten geworden. Portugal , Holland, Spanien. England schickte das Vizekönigspaar am 22. März 1947 nach Delhi. Was ist alles von diesem Glanz der Vergangenheit geblieben. Ach ja, und in Afrika. Vergessen ist nicht das Wirken von Lumumba. Wir leiden immer noch unter dem Begriff „ Hitlerzeit“. Aber danach war auch Weltgeschichte , die uns , nicht nur Deutschland, belastet. Vietnam, Indochinakrieg, Afrika.

Alles hat uns doch hierher ins HEUTE gebracht. Und man braucht doch nur eine Linie aus der Vergangenheit nach HEUTE zu ziehen, und sieht, muss sehen, was in Zukunft geschehen wird. Alles hat sich doch geändert und wird sich weiter ändern. Leider nicht zum Besseren. Die Kriege finden jedes Jahr, jeden Monat und jeden Tag statt . Auch hier in Deutschland. ... und immer noch stehen , nein sitzen wir vorm TV... und glauben dass wir in Friedszeiten leben.

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